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Palahniukische Literatur
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JohnnyJustice
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ZombieChe
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All good Books
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Autor
Thema: All good Books (Gelesen 8034 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Karmakiller
Weltraumaffe
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All good Books
«
am:
07.April 2006, 17:09 »
Ich hab hier mal ne kleine Auflistung von Büchern, die einen aufrütteln somit gut zu "Palahniukscher Literatur" passen.
"American Psycho" von Bret Easton Ellis. Wer den Film gut findet, sollte das Buch lesen, tausendmal heftiger. Es geht um einen total kaputten Yuppie der haufenweise Menschen abmurkst. Allerdings ist das Buch ziemlich lang und man wird kaputt im Kopf, weil man ne Zeit lang nur noch ekelhafte Assoziationen im Kopf rumfliegen hat, also aufgepasst.
"Die Stadt der Blinden" von José Saramago. Hier geht es um eine Stadt in der auf einmal alle Menschen blind werden. Man erfährt dann von einer Frau, die als einzige noch sehen kann was alles passiert. Das Buch ist vom Thema ähnlich wie "die Pest" von Camus, aber noch mal wesentlich besser. Wer denkt das die Menschheit auch nur im geringsten zivilisiert ist wird sich das nach dem er das Buch gelesen hat noch mal überlegen, es ist allerdings ein bisschen anstrengend zu lesen, aber es lohnt sich.
"Ich glaube nicht, dass wir erblindet sind, ich glaube, wir sind blind, Blinde, die sehen, Blinde, die sehend nicht sehen."
"Drecksau" von Irvine Welsh. Trainspotting kennt ja wahrscheinlich jeder, aber dieses Machwerk ist noch ne spur heftiger. Hauptperson ist Sergeant Bruce Robertson, ein Wichser wie er im Buche steht, schlimmer als Cartman in South Park. Das besondere an dem Buch ist das die Schweinereien, in die sich der Polizist stürtzt, von einem Bandwurm(in dem Polizisten) kommentiert werden, der einen immer tiefer in die dunkeln Tiefen der Psyche von Herr Robertson führt.
Als letztes dann noch eins der wohl besten Bücher überhaupt. Steppenwolf von Hermann Hesse. Vom Thema ganz ähnlich wie Fight Club. Hauptperson ist Harry Haller, er bezeichnet sich selbst als Steppenwolf, halb Mensch halb Wolf. Es geht also auch um einen Schitzo.
Es gibt auch ne Figur die Marla ähnelt, Hermine, sie führt Harry ins Magische Theater (Eintritt nicht für jedermann, nur für Verrückte!)
"Wer heute leben und seines Lebens froh werden will, der darf kein Mensch wie du und ich sein. Wer statt Gedudel Musik, statt Betrieb echte Arbeit, statt Spielerei echte Leidenschaft verlangt, für den ist diese hübsche Welt hier keine Heimat..."
Für weitere Informationen wenden sie sich an den Buchhändler ihres Vertrauens oder einfach an den, der ihr Karma killt.
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timo
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Re: All good Books
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Antworten #1 am:
09.April 2006, 16:37 »
Zitat von: "Karmakiller"
"American Psycho" von Bret Easton Ellis.
Dieses Buch steht schon seit Jahren auf meiner Liste, der Bücher, die ich noch lesen muss.
Zitat von: "Karmakiller"
"Drecksau" von Irvine Welsh.
Von Irvine Welsh habe ich "Klebstoff" gelesen und war überhaupt nicht begeistert. Jedes dritte Wort ist Fotze. Das ist bei Welsh einfach ein Synonym für Person. Ich musste aufpassen, dass ich nicht selbst alles und jeden Fotze nannte.
Außerdem war es sehr umgangssprachlich geschrieben, wodurch man es nicht gerade sehr flüssig lesen konnte. Sind seine Bücher alle so?
Zitat von: "Karmakiller"
Steppenwolf von Hermann Hesse.
Das steht auch auf meiner Liste.
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JohnnyJustice
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Re: All good Books
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Antworten #2 am:
09.April 2006, 21:29 »
Zitat von: "Karmakiller"
"American Psycho" von Bret Easton Ellis.
Jetzt mal ehrlich, das ist doch total überbewertet. Ich hab nix gegen paar anstrengde Stellen in nem Buch, aber das muss doch echt nich sein. Ich guck ja auch keine Snuff-Filme.
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Karmakiller
Weltraumaffe
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Antworten #3 am:
10.April 2006, 15:13 »
An timo
"Klebstoff" kenn ich zwar nicht, aber er benutzt auch in "Drecksau" ziemlich häufig Fotze, auch in den anderen Büchern die ich von Welsh kenne. Aber ich finde Drecksau hebt sich n bisschen vom Rest ab, weil es irgendwie ernster ist und der Protagonist niemand ist der ja eigentlich doch irgendwie nett ist, so wie bei "Trainspotting". Außerdem ist es nicht so ein Unterhaltungsbuch wie "Porno"(Fortsetzung von Trainspotting)
Zur Umgangssprache kann ich nur sagen das es mich nicht gestört hat, es ließt sich eigentlich ziemlich gut.
Noch n Tipp von mir, Steppenwolf würde ich ganz oben auf die Liste setzen!
An JohnnyJustice
Na ja.... überbewertet... keine Ahnung....auf jeden Fall interessant. Ich weiß zwar nicht was du mit anstrengenden Stellen meinst und Snuff-Filme kenn ich auch nicht, aber ich finde gerade die Stellen in dem Buch so heftig wo der gerade noch ne Frau vögelt und dann im nächsten Augenblick zerstückelt. Das macht einen total fertig.
Außerdem ist das Buch schon wegen der Stelle lesenswert wo Bateman auf m U2 Konzert ist und meint Bono würde zu ihm kommen und über Bono steht: "Ich bin der Teufel und ich bin wie DU"
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JohnnyJustice
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Antworten #4 am:
10.April 2006, 16:24 »
Zitat von: "Karmakiller"
An JohnnyJustice
Ich finde gerade die Stellen in dem Buch so heftig wo der gerade noch ne Frau vögelt und dann im nächsten Augenblick zerstückelt. Das macht einen total fertig.
Außerdem ist das Buch schon wegen der Stelle lesenswert wo Bateman auf m U2 Konzert ist und meint Bono würde zu ihm kommen und über Bono steht: "Ich bin der Teufel und ich bin wie DU"
Ich find das einfach nur peinlich sone Sch***e zur Weltliteratur zu erheben. Mich hat das überhaupt nicht fertig gemacht, das ist alles so gestelzt das es in keiner Minute glaubwürdig wirkt (das kann natürlich Ellis Intention gewesen sein) und daher in mir keine Emotionen ausgelöst hat. Es wurde "Zur Kenntnis genommen" und fertig, das einzige was ich nach dem Buch gedacht hab war: "Bah! Was ne Geld und Papierverschwendung!"
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Karmakiller
Weltraumaffe
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Antworten #5 am:
11.April 2006, 11:07 »
Am Ende ist alles Geschmackssache und mit Meinungen ist es wie mit Arschlö*****, jeder hat eins.
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K-Man
Elder Branson
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Antworten #6 am:
23.Juni 2006, 17:03 »
wenn ich dazu mal was sagen darf, (und selbst wenn nicht, nehme ich mir mal die frechheit herraus)
1. Der Steppenwolf ist auch eines meiner lieblingsbücher, alsolut geniales Buch von meinem lieblingsautor und ich kann dieses Buch ohne vorbehalte an jeden weiterempfehlen!
2. Von Irwine Welsh habe ich nur Trainspotting gelesen, weil ich den film kultig fand. mit dem buch kam ich jedoch garnicht klar, es gibt personen im buch, die im film nicht vorkommen und vllt auch andersrum, dann habe ich das buch auch nicht so richtig verstanden, weil die erzählperspektive sich ohne vorwahrnung ofters endert und ich ohne darauf gefasst zu sein total den faden verloren habe, denn ich habe erwartet etwas zu lesen, was miz dem film zu tun hat, aber das buch hatte fast nichts mit dem film zu tun, und die szenen, die in beiden versionen vorkommen weichen extrem stark voneinader ab, ist wie ein witz, den man von zwei verschiedenen leuten hört, die sich beide nicht mehr so recht erinnern konnten, wie der witz nun eigentlich ging, naja, der eine konnte den witz rüberbringen (der film) und der andere nicht (das buch)
3. American Psycho ist ein echt böses buch, die beschreibungen sind absolut abartig gewesen, aber ich denke nicht, dass das buch versucht ein horrorbuch oder ähnliches zu sein, es soll im leser einfach nur den ekel und abscheu gegen patrick bateman und sein leben wecken, gegenüber seinem langweiligen luxoriösen leben, in dem es nichts gab, was von bedeutung war, und jedesmal wenn man kurz davor stand, das buch wegzulegen, weil es langweilung oder ekelerregend war (und das war es mehr als einmal und ich habe mehr als einmal überlegt, nicht weiterzulesen) hat das buch eigentlich erreicht, was es wollte.
4. stadt der blinden kenn ich nicht.
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AeorosolBreath
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Antworten #7 am:
13.November 2006, 12:51 »
ja american psycho ist schon wunderbar bösartig ...
noch palahniuk-ähnlicher ist aber sicherlich "glamorama" von bret easton ellis: wie diese dämliche hauptfigur durch all diese terroraktivitäten stolpert und sich immer mehr dem nihilistischem lebensstil hingibt... herrlich...
klebstoff von welsh fand ich ganz gut: mehr eine coming-of-age-studie aus den dreckigsten gefilden schottlands mit ordinärer sprache aber allemal fesselnd wie ich fand...
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AeorosolBreath
Jacks Defizit an Überraschungen
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Antworten #8 am:
04.April 2007, 22:14 »
übrigens is es so dass in england die kids tatsächlich cunt als synonym für alles benutzen so wie hierzulande "alteerrrrr" usw. ... ich find das welshs bücher erst durch die nähe, auch was die sprache selbst betrifft, diese direkte atmosphäre aufbaut...
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Tyler Durden
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Antworten #9 am:
05.April 2007, 10:00 »
Ich muss euch "Boxy und Star" von Daren King empfehlen, das fand ich extrem gut. Der Schreibstil ist ziemlich komisch, aber nach ein paar Seiten habe ich mich daran gewöhnt und ein paar Seiten später liebte ich es. Das ist so eine Art Punk-Ballade im Stil von Irvin Welsh (Trainspotting).
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lateralus
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Re: All good Books
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Antworten #10 am:
25.August 2007, 12:58 »
Charles Bukowski ist mein neuer Held.
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hej_rockstar
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Re: All good Books
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Antworten #11 am:
26.August 2007, 11:28 »
ich hatte mich schon gefragt, warum bukowski hier bisher nicht genannt wurde - ich hab' zwar selbst noch nichts von ihm gelesen, aber nach dem was man so hört und laut rezensionen müsste ja schon eine ähnlichkeit bestehen..
er steht jedenfalls jetzt auf meiner liste...
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MustrumRidcully
Elder Branson
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Re: All good Books
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Antworten #12 am:
28.August 2007, 10:49 »
Mäh, Bukowski...
Ah, was mir noch eingefallen ist, und fast schon wieder aus dem Rahmen fällt, ist: die Illuminatus! Triologie von Robert Shea und Robert A. Wilson. Die ebenfalls Kultstatus hat. Und die man zumindest einmal in seinem Leben gelesen haben sollte. Ich empfehle an dieser Stelle den entsprechenden Wikipedia-Artikel, weil: die Handlung ist einfach zu komplex.
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ZombieChe
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Elder Branson
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Re: All good Books
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Antworten #13 am:
20.September 2007, 12:24 »
American Psycho und Der Steppenwolf hab ich erst vor ein paar Monaten gelesen. Welsh steht auf meiner Liste, was ich noch lesen will. Bukowski kenn ich nicht, werd ich mir aber mal anschauen.
1. American Psycho: Bin ich ähnlicher Meinung wie JohnnyJustice. Finde ich total überbewertet und fand es eigentlich eher langweilig. Die ganzen 550 Seiten (!!!!!) lang geschieht nichts anderes, als dass Pat oberflächliche Gespräche führt und Leute niedermetzelt... Teilweise ist es ja ganz lustig (Das Kapitel, in dem sie stundenlang zu dritt oder viert am Telefon drüber diskutieren, wo sie zum Essen hin gehen fand ich z.B. toll
), aber insgesamt gesehen ist es einfach langweilig und schade um das viele Papier.
2. Der Steppenwolf: Einfach genial. In meiner persönlichen Bestenliste kämpft es in meinem Kopf noch mit "Der Simulant" um Platz 1. Wenn ich mich traue, es nochmal zu lesen, werde ich die Entscheidung fällen.
War teilweise richtig schmerzhaft, sich in manchen Situationen in Harry wiederzuerkennen...
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hej_rockstar
Gast
Re: All good Books
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Antworten #14 am:
21.Oktober 2007, 20:51 »
the cocka hola company
von matias faldbakken
gesellschaftskritisch wäre noch geschmeichelt.
menschenverachtend ist zwar nicht das richtige wort, aber das erste, was mir dazu einfällt. *love* ^^
der klappentext gibt eigentlich nicht viel über den inhalt preis; da wird das buch in den höchsten tönen gelobt und diese selbstverliebtheit ist ja nicht so mein fall. allerdings sind die lobpreisungen nicht untertrieben, denn die letzten seiten sind so schön düster und witzig, runden das buch perfekt ab und machen es zu dem, was es ist. okay, das sagt euch jetzt alles nicht viel, deshalb versuchen ich mal kurz zusammen zufassen:
misantropen-porno-trash, selbstironisch, politisch unkorrekt, obszön und zum schreien komisch trifft es wohl ganz gut.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/426490/
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