Das deutsche Chuck-Palahniuk-Forum
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Autor Thema: Chuck's neues Buch: Bonsai  (Gelesen 4909 mal)
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Tyler Durden
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« am: 25.Mrz 2008, 21:05 »

2009 soll das nächste Buch von Palahniuk erscheinen: Pygmy.
Und darum soll es gehen:
Zitat
I've just finished the first draft of a novel called "Pygmy," a dark comedy about terrorism and racism.  The lead character is a 13-year-old foreign exchange student sent to live with a suburban, white, middle-class family.  Oh, and they're Christians.  The visit is for six months, and he's one of a dozen similar kids, all shipped to America to live with typical families. 

The secret truth is that Pygmy is a terrorist, trained since infancy in martial arts, chemistry and radical hatred of the United States.  He has six months to build a prize-winning project for the National Science Fair.  If he succeeds, he and his project will go to Washington, D.C. for the finals competition -- where the project will explode, killing millions. 
 
So far, Gerry Howard says it's the best book I've done.  Fingers crossed for luck.
QUELLE: chuckpalahniuk.net

Klingt sehr gut. Smiley
« Letzte Änderung: 27.August 2009, 11:34 von Tyler Durden » Gespeichert
Tyler Durden
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« Antworten #1 am: 16.Oktober 2008, 08:02 »

Wird am 5. Mai 2009 erscheinen.

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ZombieChe
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« Antworten #2 am: 07.November 2008, 23:58 »

Hört sich interessant an. Ich freu mich drauf Smiley
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Charlie
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« Antworten #3 am: 29.Mrz 2009, 13:32 »

Gerade auf der Homepage von Chuck gelesen:

Zitat
Those left cold by last year’s Snuff (2008) will welcome his return to the fine form of Fight Club (1996).

Ich bin gespannt. =)
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« Antworten #4 am: 19.April 2009, 11:20 »

Viele von uns werden auch so eben die Mail von amazon.de bekommen haben, dass "PYGMY" jetzt vorbestellbar ist.

Kurzbeschreibung
Agent Nr. 67, aufgrund seiner fehlenden Größe auch "Pygmy" genannt, hat einen Auftrag: Amerika in die Knie zu zwingen. Er schleicht sich als Austauschstudent bei einer an die Simpsons erinnernde Familie ein, und packt das 'Übel' an der Wurzel.

Interessant finde ich den Vergleich mit den "Simpsons". Wo es doch mal hieß, der Plot würde an eine Folge eben jener "Simpsons" erinnern.
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Du bist dazu verdammt, du zu sein.
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dent
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« Antworten #5 am: 29.April 2009, 18:41 »

Gibts das schon als Taschenbuch zu bestellen? Falls Nein, wie lang dauert das so im Durchschnitt bis das auch als Taschenbuch erscheint? Oder passiert das so gut wie Zeitgleich! Bin da nicht so into the scene!
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« Antworten #6 am: 17.Mai 2009, 16:59 »

auf www.chuckpalahniuk.net gibt es 30 Seiten des Buches vorab zum lesen. Man muss allerdings registriert sein dort.

hab auch so eine art "trailer" für das neue buch entdeckt

http://www.youtube.com/watch?v=gveVVWPyzqI

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MustrumRidcully
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« Antworten #7 am: 02.Juni 2009, 17:30 »

Das Buch kommt im August in deutscher Übersetzung und wird den Titel Bonsai tragen.

http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=309670
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TenderBranson
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« Antworten #8 am: 04.Juni 2009, 00:17 »

Ich mag das Cover!  Wink
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Tyler Durden
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« Antworten #9 am: 27.August 2009, 11:35 »

Habe das Buch jetzt vor mir liegen und werde es noch heute anfangen. coolsmiley
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« Antworten #10 am: 27.August 2009, 16:34 »

der buchladen meines vertrauens hats noch nicht beigeschafft   tickedoff
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« Antworten #11 am: 28.August 2009, 20:58 »

Bei mir gab's auch erst Probleme, weil es laut Buchladencomputer
erst im Oktober erscheint. War wohl bei vielen Buchläden so. Wink Heute
hatten sie es aber doch endlich. Schade, dass ich noch keine Zeit dafür habe.
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Tyler Durden
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« Antworten #12 am: 29.August 2009, 11:38 »

Habs jetzt fertig gelesen und hier meine Kurzkritik:

Dieser Roman ist aus der Sicht des Agenten Nr. 67 erzählt - in Form von Berichten; jedes Kapitel (hier "Depesche" genannt) ist ein Bericht: "Depesche erste", "Depesche zweite" usw. Da es von einem 13-jährigen ausländischen Jungen geschrieben ist (sein Herkunftsland wird nicht genannt), hat der Autor absichtlich gebrochenes Deutsch (bzw. im Original gebrochenes Englisch) verwendet. Die Wörter selbst haben (Gott sei Dank) keine Rechtschreibfehler, nur die Sätze sind falsch aufgebaut. Anfangs braucht man ein paar Seiten, um sich daran zu gewöhnen, aber später liest es sich nicht mehr so schwer. Es erfordert aber die Aufmerksamkeit/Konzentration des Lesers. Auch die Wortwahl/Ausdrucksweise ist ziemlich originell. Als Beispiel: "Organisiere Kopfhaar mit Gebrauch von Kamm."
Aber natürlich ist nicht das gesamte Buch so geschrieben, schließlich gibt es Dialoge mit den "einheimischen" US-Amerikanern.

Es ist schwer, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen, aber ich würde es als Religionssatire bezeichnen. Dazu kommen noch Politsatire und Sozialkritik der Konsumgesellschaft. Aber in erster Linie werden hier der religiöse Fanatismus und die Scheinheiligkeit kritisiert.

Das Buch ist humorvoller als ich gedacht hätte. Wir sehen die westliche Welt aus den Augen dieses Jungen, der aus einem Armen östlichen Land kommt (höchstwahrscheinlich ein imaginäres Land, weil es Merkmale von mehreren Ländern aufweist - Irak, Russland, Afghanistan, Nordkorea). Es ist eine Art abstraktes Denken eines Kindes, vergleichbar vielleicht mit Forrest Gump. Als er zum Beispiel zum ersten Mal eine Kirche betritt, sieht er dort eine riesige Jesus-Skulptur aus Gips an der Wand hängen, und formuliert das in etwa so, dass da ein gefälschter gefolterter halbnackter Mann mit aufgemaltem Blut hängt. Nur etwas lustiger. Als er von seiner Gastfamilie am Flughafen begrüßt wird, reichen sie ihm als erstes ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Eigentum von Jesus" und wollen, dass er es sofort anzieht. Innen der Aufkleber: "Made in China". Sie geben ihm eine kleine amerikanische Flagge, an der ebenfalls ein kleiner Sticker hängt: "Made in China".
Das sind nur ein paar Beispiele, aber das Buch ist voll davon, und ich war wirklich die ganze Zeit sehr gut unterhalten.

Auch lobenswert ist die gründliche Recherche in mehreren Bereichen, die der Autor hier geleistet hat und die nicht zu übersehen ist. Besonders was Chemie und Zitate von bekannten Diktatoren betrifft.
Das ist übrigens auch interessant - Agent 67. wurde gezwungen, Zitate von anderen Menschen auswendig zu lernen, dabei jedoch keine eigene Meinung bilden zu dürfen.
Überhaupt gibt es im gesamten Buch sehr viele tolle Einfälle und bildhafte, fast episch anmutende Passagen.

Der Roman ist radikal. Ich dachte ja, dass er erst gegen Ende wirklich heftig wird, aber nein. Bereits im zweiten Kapitel (bzw. Bericht) macht der Autor dem Leser klar, dass er sich auf etwas gefasst machen kann. In dem einen Moment ist man belustigt, im nächsten schockiert - das ist Satire und typisch für Palahniuk.

Was mir jedoch nicht so ganz gefallen hat, war das Ende. Es kam anders als erwartet und war nicht katastrophal, aber ich hätte mir etwas anderes gewünscht. Da waren ein paar Sachen, die ich etwas albern fand.
Und auch sonst gibt es ein paar Stellen, an denen die Figuren nicht sehr glaubwürdig handeln.

"Bonsai" ist auf jeden Fall besser als der vorherige Roman des Autors (Snuff) und wirklich empfehlenswert. Und ja, es gibt ein paar kleinere Parallelen zu Fight Club (zum Beispiel "Operation Chaos"), aber der Roman ist trotzdem eigenständig genug. Ich denke eher, dass Chuck absichtlich ein paar kleine "Insider" reingestellt hat. Eine von den Figuren heißt zum Beispiel "Magda", aber an einer Stelle wird sie von einer anderen Figur fälschlicherweise als "Marla" angesprochen Wink
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« Antworten #13 am: 03.September 2009, 11:57 »

habe es eben zuende gelesen und ich muss sagen, ich bin entzückt (allerdings hätte das ende für meinen geschmack ein wenig "böser" ausfallen können). als ich mit dem lesen angefangen habe dachte ich eigentlich, jetzt hat chuck wirklich übertrieben mit dem schreibstil, da ich oft passagen mehrfach lesen musste um den sinn zu verstehen. nach ca. 30 seiten konnte ich es aber lesen wie jedes andere buch auch.
die worschöpfungen sind, wie schon von tyler angesprochen, äußerst originell und das ganze ist satirisch überspitzt bis zum anschlag.
ich kann das buch nur jedem empfehlen, der sich von einem schweren einstieg nicht abschrecken lässt.
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« Antworten #14 am: 05.September 2009, 10:30 »

Ich finde, dass es Chucks bisher bestes Buch ist. Die Sprache ist enorm gewöhnungsbedürftig. Allerdings finde ich das gut, man muss sich eben konzentrieren. Ein bisschen dumm fand ich, dass er "wissenschaftliche Fakten" in den Mund eines 14Jährigen gelegt hat. Um Gotteswillen, welcher 14Jährige weiß denn bitte, was ein Deltamuskel ist? Selbst durch das Training, finde ich, kann man das nicht erklären.
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